Der Abschnitt Sägmühle - Iggenhausen
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April 2011
Vor dem Bahnübergang in Iggenhausen mußte ein Schacht gesetzt
werden, um den Abzugsgraben verlegen zu können,.
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Auf den vorherigen Bildern vom Gleisbau mag es dem
Einen oder Anderen schon aufgefallen sein, kurz vor dem BÜ
Iggenhausen hängen die Schwellenköpfe sozusagen in der Luft,
hier nochmal genauer zu sehen. |
| Der Grund dafür ist dieses Abzugsrohr, das den
Bahngraben unter dem Bahndamm durch entwässert. Aus statischen Gründen
muß dieses Rohr eine Mindesttiefe unter dem Gleis haben, dadurch
wurde der Graben sehr tief und damit ober sehr breit. Zu breit, um das
Gleis noch daran vorbei führen zu können. |
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Die Lösung dieses Problems ist ein Schacht, der vor das Rohr
gesetzt wird, dann kann der Graben teilweise verfüllt werden.
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Im März begannen wir, das Fundament für den
Schacht auszuheben, was durch den felsigen Boden und die Enge im Graben
recht mühsam war. |
| Aus Stampfbeton wurde ein ca. 30 cm starke
Fundamentplatte betoniert, die nicht nur den Schacht tragen muß,
sondern auch den Druck des Bahndamms aufnehmen muß. |
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Hier nochmal das Fundament vom Gleis aus gesehen. |
| Die Schachtringe liegen zum Einbau bereit. Einer davon
wiegt gut eine halbe Tonne. Von Hand können die nicht verbaut
werden, das ging nur mit Hilfe unseres Radladers. |
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Der Schacht ist fertig, der Graben wird bis auf die Höhe
des 2. Schachtrings verfüllt, die Grabensohle wird rechts an die Böschung
verlegt um links ausreichend Platz für das Planum zu bekommen.
Das im Graben gelegentlich fließende Niederschlagswasser wird mit
einem kurzen Rohrstück in den Schacht eingeleitet. |
| Das Abzugsrohr wurde mit einem 45 Grad Bogen in
den Schacht eingeführt und kann vom Schacht aus geprüft und
gereinigt werden. |
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Als nächstes wird nun der Graben verfüllt und verdichtet und
die neue, dann höherliegende Grabensohle in den Schacht eingeführt.
Viele der nachfolgenden Bilder hat mir unser Vereinsmitglied Benjamin
Rusche zur Verfügung gestellt, da ich keine Bilder machen konnte, ich
saß den ganzen Tag im Radlader. Vielen Dank dafür.

© 2011 Benjamin Rusche |
Der Graben wird verfüllt, zuerst wird bindiges
Erdmaterial eingebracht.... |
| und mit der Rüttelwalze verdichtet. |

© 2011 Benjamin Rusche |

© 2011 Benjamin Rusche |
Darauf kommt dann KFT, die Kalk Frostschutz
Tragschicht, die ebenfalls gewalzt wird. |
| Zum Schluß der eigentliche Gleisschotter, der für
große Staubwolken sorgte. Das Problem mit dem Radlader war, das
Material nah genug ans Gleis zu bringen, um möglichst wenig
Handarbeit verrichten zu müssen, aber zu weit vor durfte der Lader
auch nicht, deswegen hat der Einweiser den Lader bis an die Böschungskante
dirigiert, die von der Fahrerkabine nicht einsehbar war. |

© 2011 Benjamin Rusche |

© 2011 Benjamin Rusche |
Schotter und KFT mußten ja unter die
Schwellen und dort verdichtet werden, dazu wurde das Gleis kurzerhand
zur Seite gerückt, wie hier gut zu sehen ist. |
| Dann wurde das Gleis wieder an den ursprünglichen
Platz zurückgeschoben, diese interessante 'Doppelbelichtung' zeigt
den Arbeitsvorgang. |

© 2011 Benjamin Rusche |
| Was früher mehrere Mann mit
Knippstangen, Winden und viel 'Hau-Ruck' und noch mehr Schweiß
gemacht haben, erledigt ab sofort eine Gleisrückemaschine, die wir
mit einem Motorschaden und in Regelspurausführung bekommen haben.
Nach einem Austausch des Motors und dem Herausschneiden von 43,5 cm
aus dem Rahmen können wir jetzt unser Gleis bequem hin- und her
schieben. |

© 2011 Benjamin Rusche |
Natürlich muß die neue, sichere Gleislage
auch gleich mal von unserem Triebwagen überprüft werden. |
| Am Schacht sieht man deutlich, wie viel hier aufgefüllt
wurde. Noch fehlt hier das Einlaufrohr. |
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In der Zwischenzeit ist auch das Einlaufrohr in den
Schacht eingeführt und das Rohrende mit Natursteinen ummauert. Nun
können wir so nach und nach die doch recht steile Böschung
durch Auffüllen von Erdmaterial abflachen und auch den recht auffälligen
Schacht zum Teil kaschieren. Aus diesem Grund haben wir das Einlaufrohr
auch recht lang ausgeführt. |
Auch einen Deckel hat der Schacht jetzt bekommen, wie
man sieht, ist der Deckel nicht neu, sondern hat schon ziemlich Patina
angesetzt, er war schon mehrere Jahrzehnte woanders eingebaut und wurde
hier wiederverwendet.
Hoffen wir, daß der Schacht bis zur Eröffnung der Strecke
auch etwas unauffäliger aussieht. |
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[ Letzte Aktualisierung 15.06.2011 Gerald Stempel ]