Schwellen wechseln an Weiche 7


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Juni 2026

wie schon im Baubericht im April 2026 angekündigt, stehen an einigen Weichen Schwellenwechsel an.
Wir beginnen mit der Weiche 7, da hier der Zustand der Schwellen am schlechtesten ist.

(Grö ca. 140 Kb) Das sind die "neuen" Schwellen, die in die Weiche 7 eingebaut werden sollen. Natürlich sind sie nicht neu, sondern gebraucht, aber aus einem ganz besonderen Holz. Bongossi, auch Eisenholz genannt.
Eine dieser Schwellen wiegt ca. 150 Kilo, das heisst, der ganze Stapel 4,5 Tonnen. (Grö ca. 150 Kb)
(Grö ca. 204 Kb) Hier die Weiche 7 und die daneben angelegte Grube, um die Schwellen seitlich herausziehen zu können.
Wir können nicht die Weiche komplett ausbauen, da sie jederzeit befahrbar sein muss, deshalb werden wir die Schwellen einzeln wechseln.
Je nachdem, wieviele Leute gerade für diese Arbeit zur Verfügung stehen, wird nur eine Schwelle ausgegraben oder mit Abstand zueinander zwei oder drei gleichzeitig.

Juli 2026

Der Schwellenwechsel ist in vollem Gange. Je nach Personalverfügbarkeit geht es mal schneller und mal langsamer. Die aktuelle Hitze bremst die Arbeitsgeschwindigkeit ebenfalls etwas.
Bei knapp 40 Grad im Schatten, und hier gibt es keinen Schatten, sind regelmässige Abkühl- und Trinkpausen eine absolute Notwendigkeit.

(Grö ca. 165 Kb) Der Schwellentransport ist aufgrund der beengten Verhältnisse nicht ganz trivial, meistens nehmen wir dazu zwei Sackkarren, um die Schwellen längs transportieren zu können. Wenn man mal alleine ist, dann kann man es auch so machen.

Die ausgebauten Altschwellen werden neben die "neuen" Schwellen gelegt, um sicherzustellen, dass die vorhandenen Schraublöcher in den neuem Schwellen nicht mit den neu zu bohrenden Löchern zusammenfallen.
Dann werden die Lochpositionen angezeichnet und die neue Schwelle auf die richtige Länge abgeschnitten.

Hier ist die neue Schwelle schon wieder an ihrem Platz und wird provisorisch mit Schraubzwingen an die Rippenplatten gespannt. (Grö ca. 186 Kb)
(Grö ca. 166 Kb) Im Vordergrund ist die gelbe Markierung an der Schwelle zu sehen, die das Lochmass von der alten Schwelle übernommen hat. Die Platten sind noch nicht ganz mittig auf der Schwelle positioniert, sie muss noch etwas verschoben werden. Dazu nehmen wir den kleinen Hammer links oben im Bild.
Ist die Schwelle positioniert, werden die Löcher für die Schwellenschrauben gebohrt und das entstehende Bohrmehl wird abgesaugt. Danach wird die Plattze verschraubt und vor dem Bohren der restlichen Platten wird die Spur nachgemessen und gegebenenfalls korrigiert. Gerade hier im Herzstückbereich geht es um Millimeter. (Grö ca. 132 Kb)
(Grö ca. 140 Kb) Und wenn die Schwelle drin ist, wird die nächste ausgegraben und der Schotter gleich zwischen die bereits fertigen Schwellen gefüllt und mit dem Stopfpickel grob unter die Schwellen gestopft.
Eine Arbeitserleichterung ist dieses Eisen, mit dem der Schotter gelockert und auf die Schottergabel geschoben werden kann. Gerade hier ist sehr wenig Platz zwischen den Schienen, um den Schotter nur mit der Schottergabel auszuräumen. (Grö ca. 141 Kb)

August 2026

Der Schwellenwechsel im Herzstückbereich ist jetzt abgschlossen, damit ist der Messtechnisch empfindlichste Teil der Weiche wieder exakt in den Sollmassen.

(Grö ca. 241 Kb) Mit Winden und Nivelliergeräten wurden der Bereich der ausgewechselten Schwellen ausgerichtet und mit den Motorstopfern gestopft.
Unsere Stopfmaschine kommt hier nicht zum Einsatz, da die Stopfpickel an den Radlenkern bzw. den Flügelschienen hängen bleiben.
Der fertige Bereich am Weichenende.
Spurweite, Leitweite, Radlenkerrillen sowie die Höhe und Querneigung sind nun wieder im Sollbereich.
Die Arbeiten gehen nun im Zungenbereich weiter.
(Grö ca. 274 Kb)

September 2026

Auch der Zungenbereich ist nun fast abgeschlossen, es fehlen nur noch 3 Schwellen am Übergang zum Herzstückbereich, dann ist die Weiche komplett.

(Grö ca. 234 Kb) Ein kleines Detail am Rande: Mit diesem kleinen, unscheinbaren Werkzeug wird der Schotter unter der Schwelle hervorgekratzt, um die Schwelle nach dem Lösen der Schwellenschrauben herausziehen zu können.
Hier sieht man, unter der Schwelle ist kein Schotter mehr, zumindest liegt sie nicht auf. (Grö ca. 210 Kb)
(Grö ca. 154 Kb) Auf diesem Bild sieht man, dass nur noch vier Schwellen zu tauschen sind, inzwischen sind es sogar nur noch drei.
Bevor diese nun ebenfalls ausgebaut werden, haben wir den Zungenbereich nivelliert und gestopft, um ein Verbiegen der Zungen beim Befahren zu vermeiden.

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[ Letzte Aktualisierung 15.09.2026 Gerald Stempel ]